Was dich hier erwartet

ki-produktiv.de ist kein Tool-Blog. Kein „Prompt des Tages". Kein „Mit diesen 5 KI-Tricks sparst du täglich 3 Stunden".

Die Frage hier ist eine andere: Wer bist du noch, wenn KI für dich denkt?

Das klingt philosophisch. Gemeint ist es ganz praktisch. Denn die meisten KI-Nutzer merken irgendwann: mehr Output, aber seltsam leer. Schneller fertig, aber weniger scharf. KI denkt mit, und du weißt irgendwann nicht mehr genau, was davon noch deins ist.

Darum geht es hier. Nicht darum, KI zu meiden. Sondern darum, sie bewusst zu nutzen, ohne aufzuhören, selbst zu denken.

Wer hier schreibt

Dirk im Permakultur-Garten mit Laptop und Deutsch-Drahthaar

Ich nutze täglich KI-Tools, und manchmal schleicht sich ein ungutes Gefühl ein. Ich frage mich dann, ob und wie mich die Zusammenarbeit mit einer Maschine beeinflusst oder verändert. Das Unbequeme daran: Kein Konzern hat mir KI aufgezwungen. Kein Gesetz verlangt es. Keine Drohung. Eher Verlockungen und Versprechungen. Ich habe die Tür selbst geöffnet, weil die ersten Monate spannend und aufregend waren, vergleichbar mit dem Startschuss des Internets. Weil es schneller ging. Weil die Outputs gut klangen. Weil es sich anfühlte wie ein kluger Assistent, der nie müde wird und nie schlechte Laune hat.

Und dann, irgendwann, vielleicht nach einer KI-Session, vielleicht nach einer leeren Stunde vor dem Bildschirm, vielleicht in einem Moment ganz woanders, bemerkte ich: Irgendetwas hat sich verändert. Du weißt nicht genau, was. Du weißt nicht genau, wann. Aber es ist da.

Ich nenne es das stille Problem. Es fühlt sich nicht wie Schmerz an. Es fühlt sich an wie... weniger. Weniger scharf. Weniger präsent. Weniger ich. Und weil es kein Schmerz ist, sucht man nicht nach einer Lösung. Man googelt „KI produktiv einsetzen". Man kauft den nächsten Kurs. Man optimiert den Prompt. Man hofft, dass mehr Tool das Problem löst, das das Tool mitgebracht hat.

Das ist wie Efeu an einer alten Mauer. Er fängt klein an, schön sogar. Niemand schneidet ihn weg, weil er gut aussieht und keinen Schaden macht. Und dann wächst er, langsam, tief ins Mauerwerk, bis du irgendwann nicht mehr weißt: Hält er die Mauer, oder sprengt er sie?

Ich bin Dirk, Gründer von ki-produktiv.de, liebe Hunde, balanciere zwischen der echten analogen Welt (Natur) und der digitalen Welt (Internet, KI). Seitdem wir auf unserem historischen Gutshof mit 13 Hektar Wald die Prinzipien der Permakultur einsetzen, explodiert die Natur. Fast täglich entdecken wir neue Wunder auf den üppigen Flächen. Innerhalb weniger Jahre kehrten über 200 Wildpflanzen zurück, und im Garten wimmelt es nur so vor lauter Leben und Vielfalt.

Was hat das mit KI zu tun? Sehr viel. Es ist der Unterschied zwischen einem Gärtner oder Land-/Forstwirt, der nach den üblichen Methoden arbeitet und an Einzellösungen und Einzelproblemen herumdoktert und meistens nur die Symptome berücksichtigt, während der Permakultur-Anwender in Systemen und Netzwerken denkt und agiert. Und seitdem ich mich mit Systemen und Systemdenken beschäftige, habe ich auch eine völlig andere Sichtweise auf viele andere Themen des Lebens bekommen, so auch beim Thema Künstliche Intelligenz. Ebenso wie bei Wildpflanzen kann KI gleichzeitig Gift und Elixier sein, je nachdem in welcher Dosis und in welchem Kontext du sie nutzt.

Als Tolkien-Fan fällt mir hier unweigerlich der eine Ring ein: „Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden." Klingt vertraut? Wie schon beim „Herrn der Ringe" kann es beim Umgang und Einsatz von KI nicht schaden, einen Magier und tapfere Gefährten an seiner Seite zu haben. Und ich räume ehrlich ein, dass ich heute auch noch nicht endgültig sagen kann, ob wir bei der Nutzung von KI letztendlich in Mordor oder bei den Hobbits oder Elben landen werden.

Ich würde mich freuen, wenn du mich auf meiner Reise durch Mittelerde begleitest und wir gemeinsam daran arbeiten, frei und souverän zu bleiben und die einzigartigen Fähigkeiten und Talente zu fördern und zu trainieren, die nur dem Menschen eigen sind. Konkret: ChatGPT, Claude & Co. werden niemals mit unseren Sinnen wahrnehmen können, wie geil es schmeckt, in ein exzellent zubereitetes Steak eines artgerecht gehaltenen Weiderinds zu beißen, den Sonnenuntergang mit deiner Frau an einem traumhaften Ort in der Natur zu genießen, beim Anschauen eines tollen Films oder Anhören eines genialen Livekonzerts vor Rührung Tränen zu vergießen oder einem fremden Menschen aus echter Hilfsbereitschaft und Empathie aus der Patsche zu helfen.

In diesem Sinne: Pack deinen Rucksack, die Reise geht los!

Bist du hier richtig?

Du bist hier richtig, wenn du KI schon nutzt und manchmal ein leises Unbehagen kennst.

  • Nach KI-Sessions merkst du, dass dein Kopf seltsam leer ist
  • Du produzierst mehr, aber fragst dich, ob du wirklich besser wirst
  • Du willst KI täglich nutzen, ohne aufzuhören, selbst zu denken
  • Du spürst: wer hier nur tippt verliert, wer ein System aufbaut, gewinnt

Du bist hier falsch, wenn du die besten Prompts suchst. Die gibt es anderswo, schneller und in Massen. Oder wenn du KI grundsätzlich ablehnst: Hier geht es ums bewusste Nutzen, nicht ums Verzichten.

Wo anfangen?

Vier Einstiegspunkte, je nachdem wo du gerade stehst:

Dein Einstieg: Die 7 häufigsten KI-Fehler

Die 7-Fehler-Serie ist der Einstieg: sieben Mails, sieben Fehler, die die meisten KI-Nutzer täglich machen, und die dich abhängiger machen statt unabhängiger. Kostenlos, jederzeit abbestellbar. Danach: Wöchentlich eine Mail mit Tipps, wie du KI nutzt, ohne dein eigenes Denken zu verlieren.